Wie cool wäre es gewesen, wenn ich am 21.12.12 einen Post mit dem Titel "Der Tag, an dem die Welt untergegangen ist..." geschrieben hätte?
Das Leben ist voller verpasster Chancen. Diese Woche (die auf meiner Uhr gerade 11 Minuten jung ist) versuche ich also mein Zeitmanagement zu ändern, um Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben. Morgen gehe ich zur Uni, plane ein Referat und treffe meine Oma so far. Vielleicht habe ich auch noch ein Date um den Abend ausklingen zu lassen. Das ist eine ganze Ecke an Errungenschaften mehr, als was ich heute geleistet habe... Errungenschaften... Das ist ein tolles Wort. "errungen", "erringen", um etwas ringen, um es zu bekommen... Das Leben ist ein Kampf, die Frage ist, wofür man kämpft und ob es sich lohnt zu kämpfen. Es lohnt sich sicherlich, sonst hätte niemand den "eingebauten Selbsterhaltungstrieb", der kann ja nicht von ungefähr kommen.
Aber wofür kämpft man? Was ist der Sinn des Lebens? Antworten, die mir gefallen, sind zum Beispiel: "Wissen zu sammeln." oder "In irgendeiner Art die Welt zu verbessern." oder... "Make the most of it" Das Leben nutzen, so wie man es für richtig hält. Vielleicht egoistisch zu leben oder jemand anderem helfen. Vielleicht sich selbst helfen, ohne egoistisch zu sein?
Ich kenne den Sinn des Lebens nicht und ich werde ihn wohl niemals kennenlernen. Für mich gibt es ohnehin nicht DEN Sinn, sondern die Sinne verschiedener Leben. Es wäre doch langweilig, wenn wir alle gleich wären, oder? Wenn es überhaupt einen einzigen Sinn jedes Lebens gibt, dann ist er wohl den Sinn des Lebens in der einem zugemessenen Lebensspanne zu suchen. Ohjeohje, heute bin ich wieder mal pseudophilosophisch. Warum "pseudo"?
-Philosoph- bedeutet -Freund der Weisheit-, aber oft bin ich weder weise noch ein Freund der Weisheit. Manchmal sind weise Dinge einfach langweilig oder befriedigen nicht meine Geltungssucht oder mein ab und an auftretendes Verlangen nach Rache.
Ich glaube ich bin böse. Bei mir gibt es nur gut und böse, alles sehr hart unterteilt. Nur schwarz und weiß. Ich glaube ich kenne niemanden, der meinen Ansprüchen für "gut" gerecht wird. Nur finde ich das nicht schlimm. Ich finde "böse" nicht schlecht und das wird mir ohnehin zu melodramatisch propagiert... Böse sein kann gut sein.
Gute Nacht und einen nicht bösen Montag, wünsche ich.
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