Freitag, 20. November 2015

What's the point?

Die Einträge hier häufen sich wieder. Und ich bin die einzige Verfasserin. Man könnte fast meinen, ich schreibe hier einen Suicide-Blog.
Immer öfter frage ich mich Warum? Warum sich das überhaupt noch geben. Ich meine nicht den Blog. Ich meine mein Leben. Okay, der Reim war nicht beabsichtigt. An dem, wie ich mich gerade wieder fühle, ist absolut nichts lustiges. Es ist...nervenaufreibend. Traurig. Hilflos. Allein. Einsam. Klein. Scheiße. Wut. Auf mich selbst. Verloren. Emotional. Taub. Alles. Aber nicht lustig.
Es fällt mir schwer, mir oder meinem Leben noch etwas Positives abzugewinnen.
Ich bin seit Dienstag nahezu durchgehend zuhause. Wenn man das zuhause nennen kann. Meine Wohnung ist eine Müllhalde. Und immer mehr fühle ich mich, als würde ich hier gut reinpassen. Müll. Alle Menschen um mich herum, die mir nahe sind, scheinen soweit weg. Egal, ob Luftlinie oder gefühlte Distanz. Meine Rettungsseile. Ich kann sie nicht greifen. Nicht erreichen. Ich hänge am Abgrund und kann die helfende Hand nicht fassen. Ich komme nicht dran. Und meine Kraft in den Armen lässt nach. Ich kann es spüren. Die Erde um mich herum bebt. Überall sterben Menschen und mein Abgrund fängt an zu bröckeln. Ich weiß nicht, wie lange ich mich noch halten kann. Ich bin zu viel Last für mich. Und ab einem gewissen Punkt werde ich die helfende Hand vielleicht auch gar nicht mehr ergreifen, selbst wenn ich könnte. Lieber falle ich alleine, als dass ich jemanden in die Tiefe mitreiße. Und die Tiefe. Sie ängstigt mich. Aber sie fühlt sich auch befreiend an. Endlich loslassen. Keine Sorgen mehr. Keinen Kummer mehr. Keine unkontrollierbaren Gefühle mehr. Vielleicht gehöre ich dorthin. Das flüstert sie mir jedenfalls zu. Sie liebkost mich. Versucht mich zu verführen. Und aus lauter innerer Einsamkeit und Not heraus, lasse ich mich wieder immer mehr auf sie ein. Ich hänge also am Abgrund. Und ich frage mich Warum nicht einfach fallen lassen?.

Samstag, 7. November 2015

Down.

Ich fühle mich down. Irgendwie entspringt die Mehrheit meiner Texte hier diesem Gefühl. Tragische Sache.
Ich fühle mich immer noch einsam. Meine Wohnung sieht aus wie Hölle. Und ich habe nicht die Motivation an ihrem Zustand etwas zu ändern. Ich habe jetzt 3 Tage am Stück frei, bin dabei einerseits völlig verplant und gleichzeitig habe ich das Gefühl mit meiner Zeit nichts anzufangen. Ich hbe heute keinen Punkt meiner ToDoListe abgehakt und ich glaube auch nicht aran, dass ich heute noch einen Punkt abhaken werde. Mit H. und mir läuft es besser. Ich bin wieder am Abnehmen. Auf der Arbeit läuft es besser. Meistens. Ich habe inzwischen für mich festgestellt, dass ich nicht glaube, dass K. etwas mit meinem emotionalen Desaster zu tun haben will. Und das ist okay. Ich will ihm nicht aufbürgen. Ich weiß nur nicht, mit wem ich sprechen kann, wenn ich mich so fühle. V. hat genug mit ihrem Scheiß zu kämpfen. H...keine Ahnung. Mit T. könnte ich bestimmt sprechen, aber so recht traue ich mich da nicht. Vielleicht arbeite ich auch auf Einsamkeit hin. Damit ich mich darin wälzen kann. Im Selbstmitleid suhlen. Nur bleibt es inzwischen ja nicht dabei. Inzwischen bleiben die dummen Gedanken ja nicht mehr nur dumme Gedanken. Sie wurden zum Großteil schon mindestens einmal zu dummen Taten. Die Hürde ist also überwunden. Jetzt können sie Gedanken jederzeit wieder zu Taten werden. Hurray.
Und so liege ich jetzt hier. Den Tränen wieder nahe. Ohne speziellen Grund. EInfach so. Und ertrage es nicht mehr. Nicht mehr lange. Für den Moment bleiben die Suizidgedanken immerhin noch weg. Keine Ahnung wie lange noch.

Freitag, 16. Oktober 2015

Sehnen.

Ich sehne mich sicherlich nicht nach der Arbeit, zu der ich übermorgen wieder antanzen darf. Gerade ist eine Schulwoche zu Ende gegangen und ich war auf der Heimfahrt mit unserer Fahrgemeinschaft en Tränen nahe. Ich fühle mich auf der Arbeit unwohl, was vor allem an dem Verhältnis Team - Ich liegt. Ich habe bei fast allen das Gefühl, sie mögen mich nicht. Oder keine Ahnung. Sie wertschätzen mich nicht. Ich fühle mich als Auszubildende mit leicht labiler Psyche dort nicht gut aufgehoben oft. Die letzten beiden Arbeitstage vor der Schulwoche bin ich nach Hause gekommen und habe erstmal losgeheult. Und das im Vorpost beschriebene Lied gehört. Das ist für mich persönlich ein Lied, bei dem man davon ausgehen kann, es geht mir schlecht. Das Lied auf Dauerschleife deutet in 95% aller Fälle bei mir auf einen wirklich tiefen Tiefpunkt hin. Und ja, ich war an beiden Tagen gefühlt ganz unten. Und an beiden Tagen hat es selbstverletzende Ausmaße angenommen. Dann hat es in der Schule 2 Tage gebraucht bis ich wieder aufgerappelt war und durch die Klasse wieder unbewusst hochgezogen wurde. Und jetzt ist es vorbei. Ich muss wieder zur Arbeit und bis zur nächsten Schulwoche dauert es noch einen Monat. Ich habe keine Ahnung wie ich das durchhalten kann. Ob ich das durchhalten kann. Vor allem ist V., meine große Stütze in den letzten Wochen/Monaten, weit weg, weil sie selbst in Therapie ist. Und zwischen H. und mir ist es gerade komisch. Ich habe das Gefühl, wir driften auseinander. Und daran habe auch ich Schuld. Das weiß ich. Aber ich brauche sie gerade und das weiß sie nicht. Manchmal bin ich aber auch zu stolz ihr das zu sagen. Ich will nicht nur angekrochen kommen, wenn es mir kacke geht. Ich bin einsam. Man kann sagen, ich habe gerade keine meiner besten Freunde um mich herum und auch keinen Ausgleich für die Frustration auf der Arbeit. Ich habe tatsächlich Angst davor zur Arbeit zu gehen. Ich könnte gerade schon wieder heulen. Ich möchte K. sagen, dass ich ihn brauche. Dass ich irgendjemanden gerade brauche. Dass ich gerade dabei bin unterzugehen. Ich möchte mich aber nicht aufdrängen und auch nicht, dass er darin etwas hineininterpretiert. Ich möchte nicht, dass er denkt, ich liebe ihn oder will Sex von ihm - generell wäre das schön, aber darum geht es mir dabei gerade nicht. Ich kann nur nicht allein sein gerade. Ich kann es nicht. Ich kann nicht. Ich kann nichts.

Freitag, 9. Oktober 2015

Hold me. Wrap me up.

Breathe me - Sia.
Das Lied passt zu meiner momentanen Stimmung. Ich fühle mich einsam und scheiße. Es geht wieder abwärts.  Ich bin in den letzten Tagen dauernd überemotional und fühle mich beschissen. Also ich meine nicht körperlich. Mein Selbstwertgefühl liegt am Boden. Meine Selbstzweifel drücken es runter. Es kan gerade nicht mehr. Also bleibt es liegen. Und ich möchte einschlafen und erst wieder aufwachen, wenn es geschafft hat aufzustehen. Also nie. Ich denke wieder dumme Gedanken und möchte mich einigeln. Ich möchte nicht mehr zur Arbeit. Ich möchte keine anstrengenden Dinge mehr machen müssen. Ich möchte nicht mehr von meiner besucherfreundlichen Wohnung daran erinnert werden, dass ich keinen Besuch bekomme. Dass ich alleine bin. Dass ich einsam bin. Ich möchte hier weg. Und nein, nicht in Urlaub. Ich möchte hier weg. Weg. Weg. Einfach weg. Und das macht die dummen Gedanken wieder greifbarer. Ich fühle mich nicht nur scheiße. Ich fühle, dass ich scheiße bin.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Versetzt.

Nein, ich rede hier nicht vom Versetzen in die nächste Klasse. Also, ja, das hat auch geklappt zum September. Zweites Ausbildungsjahr - woop woop!
Naja. Versetzt im Sinne von nicht aufgetaucht. Seit längerem hatte ich mal wieder ein Date in Aussicht. Ein Mr., den ich zwar nicht kannte - Internetbekanntschaften halt - aber der mir durchaus sehr passabel vorkam. Ich ihm scheinbar auch, denn wir haben geliked und geschrieben und ein Date ausgemacht. ziemlich genau vor 3 Stunden und 4 Minuten waren wir bei mir verabredet. Ich war da. Er nicht. Die ersten 10 Minuten hat es ihn sogar sympathisch gemacht, weil ich meistens noch in den letzten paar Minuten am Rumwuseln bin und dann ist es halt doof, wenn jemand da ist bevor ich fertig bin. Nach 20 Minuten hab ich mir überlegt, wann ich in den Schlafanzug wechsel und wie ich meinen Abend weitergehend plane, wenn er nicht auftaucht. Nach 30 Minuten habe ich beschlossen, dass es Zeit ist für den Schlafanzug. Selbst wenn er noch aufgetaucht wäre, dachte ich mir: "This is what you get when you are half an hour late." Wäre noch lustig gewesen. Hätte noch lustig werden können. Aber dann habe ich mich mit Voranschreiten der Zeit immer mehr mit dem Gedanken angefreundet, dass der Mr. nicht mehr auftauchen wird. Anfreunden müssen trifft es eher.
Aber hey! Jetzt kann ich ganz entspannt auf der bequemen Bettseite schlafen. Mich noch mit einem Kräuterbutterbaguette vor den Laptop schmeißen. Frisch geduscht in frisch bezogenem Bett einkuscheln.
Aber hey!...Je länger ich mich versuche abzulenken oder einfach auch nur meine Zeit hier mit Serie schauen verbringe, desto mehr muss ich mir eingestehen: Ich lüge mich an.
Es ist scheiße. Einfach scheiße! Ich fühle mich blöd und es ist scheiße. Nennen wir das Kind beim Namen. Ich bin gespannt, ob ich noch zumindest eine Entschuldigung oder ähnliches bekomme. Für jetzt verfluche ich ihn etwas und fühle mich blöd.

Mittwoch, 23. September 2015

Hugo, Ibuprofen und Einsamkeit.

Am besten alles gleichzeitig. Nein, ich habe keine physischen Schmerzen, dh keine Indikation Schmerzmittel zu nehmen. Warum ich es trotzdem mache? Weil der Rausch dann schneller kommt. Warum ich den Rausch schneller haben will? Weil ich es nicht aushalte jetzt gerade. Weil ich mich einsam fühle. Verloren. Und was soll ich sagen? Er ist da. Der Rausch. Die Erlösung von mehr Gefühlen als mir gut tun. Die Einschlafhilfe. Alkohol und Schmerzmittel. Eigentlich keine gute Kombi. Zumindest wenn es einem gut geht. Für mich ist es gerade wie eine Erlösung. Die beiden in Kombination saugen ein paar Gefühle aus mir. Ja, ich bin immer noch traurig. Ja, gut es mir immer noch nicht, auch nach einer Schmerztablette und einer Flasche Hugo. Aber es hilft schon mal.
Vielleicht liegt es an der Jahreszeit. Immer um diese Zeit beginnt es wieder. Winterdepression ist allerdings die falsche Diagnose. Gleich mal vorweg. Der sich anbahnende Winter begünstigt es nur. Es spielen viel mehr Faktoren in die Geschichte. Aber ich bin auf Alkohol und Schmerztabletten und habe keine Lust auf weitere Ausführungen. Es geht wieder abwärts gerade. Das reicht als Information mal gerade. Hoffen wir mal, dass der Berg nicht zu steil ist für heute.

Dienstag, 15. September 2015

Hm.

"Hm." beschreibt meine Gefühlslage momentan eigentlich ganz gut. Ein wenig verloren, zur Zeit oft viel zu schnell zickig, hm halt.
Ich habe vor knapp 2 Wochen die Ausbildungseinrichtung gewechselt. Nicht aus einem persönlichen Grund oder so. Ich muss während meiner Ausbildung in mehreren verschiedenen Einrichtungen arbeiten. Jetzt war ich ein Jahr in einem Tagesförderzentrum und werde die nächsten zwei Jahre in einem Wohnheim arbeiten. Ist auch mal ganz interessant, das alles kennen zu lernen. Nun ist halt erstmal neue Kollegen und neue Bewohner kennenlernen angesagt. Die Bewohner kenne ich teilweise schon ein wenig, das ist ja aber auch irgendwie immer das kleinere Problem. Die Kollegen sind sehr unterschiedlich, das hab ich schon festgestellt. Mit manchen komme ich besser aus, mit manchen bin ich noch nicht so ganz warm geworden. Wie es eben so ist. Das war ja in der Einrichtung davor auch nicht anders. Erstmal eingewöhnen und dann dauerts vielleicht noch etwas bis man sich an die unterschiedlichen Charaktere gewöhnt hat und weiß, wie man am besten wen anspricht und so weiter. So richtig wen, bei dem ich mich schon sicher genug für Blödsinn machen und so fühle, gibt es aber bisher noch nicht. Und vielleicht trägt das gerade so ein bisschen zu meinem Verlorenheitsgefühl bei.
Dazu kommt der Fruchtbarkeitsblues, verschiedene Erledigungen, die ich schon eine Weile vor mir herschiebe und die mich doch einholen, sowie wie immer meine Wohnung und die Nichtexistenz eines Jemanden. Eines Misters. Surprise, surprise.
Ich hab schon festgestellt, dass das Wort Fruchtbarkeitsblues scheinbar noch nicht verwendet wird. Zumindest hat Google dazu keine Ergebnisse. Man könnte es auch PMS nennen, aber Fruchtbarkeitsblues finde ich irgendwie schöner. Ich bin schmusig, hab aber niemanden zum Schmusen. Das macht mich übellaunig. Ich bekomme metaphorische Kotzanfälle bei Kitschmusik oder -filmen, liebe sie aber dennoch und geb mir auch immer wieder ne Packung Kitsch. Da kommt es schon mal vor, dass ich auf der Arbeit stehe, gerade Leerlauf habe, ein James-Blunt-Lied im Radio kommt und ich mir tatsächliche Tränen verdrücken muss. Ich fühle mich dicker, obwohl ich nicht wirklich viel in letzter Zeit zugelegt hab. Ich passe dennoch in kaum eine Hose mehr. Das macht mich...hm...ich fühle mich schlecht. Belassen wir es mal dabei.
Verloren. Hm.
Mein Schlafrhythmus ist komplett verschoben. Ich muss erst nachmittags arbeiten, das heißt ich gehe meistens erst so um diese Uhrzeit schlafen. Dann stehe ich kurz bevor ich zur Arbeit muss auf. Dann gehe ich arbeiten. Dann gehe ich entweder noch aus oder gammel daheim. Dabei habe ich aber zur Zeit leider das Gefühl verloren zu gehen. Ich kanns gerade nicht anders beschreiben.
Ich hör mal weiter Kitschmusik. Wenn man alleine schläft, sieht niemand die Tränen.
Oh Gott, klang das jetzt selbstmitleidig. Tschuldigung.