Die Einträge hier häufen sich wieder. Und ich bin die einzige Verfasserin. Man könnte fast meinen, ich schreibe hier einen Suicide-Blog.
Immer öfter frage ich mich Warum? Warum sich das überhaupt noch geben. Ich meine nicht den Blog. Ich meine mein Leben. Okay, der Reim war nicht beabsichtigt. An dem, wie ich mich gerade wieder fühle, ist absolut nichts lustiges. Es ist...nervenaufreibend. Traurig. Hilflos. Allein. Einsam. Klein. Scheiße. Wut. Auf mich selbst. Verloren. Emotional. Taub. Alles. Aber nicht lustig.
Es fällt mir schwer, mir oder meinem Leben noch etwas Positives abzugewinnen.
Ich bin seit Dienstag nahezu durchgehend zuhause. Wenn man das zuhause nennen kann. Meine Wohnung ist eine Müllhalde. Und immer mehr fühle ich mich, als würde ich hier gut reinpassen. Müll. Alle Menschen um mich herum, die mir nahe sind, scheinen soweit weg. Egal, ob Luftlinie oder gefühlte Distanz. Meine Rettungsseile. Ich kann sie nicht greifen. Nicht erreichen. Ich hänge am Abgrund und kann die helfende Hand nicht fassen. Ich komme nicht dran. Und meine Kraft in den Armen lässt nach. Ich kann es spüren. Die Erde um mich herum bebt. Überall sterben Menschen und mein Abgrund fängt an zu bröckeln. Ich weiß nicht, wie lange ich mich noch halten kann. Ich bin zu viel Last für mich. Und ab einem gewissen Punkt werde ich die helfende Hand vielleicht auch gar nicht mehr ergreifen, selbst wenn ich könnte. Lieber falle ich alleine, als dass ich jemanden in die Tiefe mitreiße. Und die Tiefe. Sie ängstigt mich. Aber sie fühlt sich auch befreiend an. Endlich loslassen. Keine Sorgen mehr. Keinen Kummer mehr. Keine unkontrollierbaren Gefühle mehr. Vielleicht gehöre ich dorthin. Das flüstert sie mir jedenfalls zu. Sie liebkost mich. Versucht mich zu verführen. Und aus lauter innerer Einsamkeit und Not heraus, lasse ich mich wieder immer mehr auf sie ein. Ich hänge also am Abgrund. Und ich frage mich Warum nicht einfach fallen lassen?.
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