Dienstag, 15. September 2015

Hm.

"Hm." beschreibt meine Gefühlslage momentan eigentlich ganz gut. Ein wenig verloren, zur Zeit oft viel zu schnell zickig, hm halt.
Ich habe vor knapp 2 Wochen die Ausbildungseinrichtung gewechselt. Nicht aus einem persönlichen Grund oder so. Ich muss während meiner Ausbildung in mehreren verschiedenen Einrichtungen arbeiten. Jetzt war ich ein Jahr in einem Tagesförderzentrum und werde die nächsten zwei Jahre in einem Wohnheim arbeiten. Ist auch mal ganz interessant, das alles kennen zu lernen. Nun ist halt erstmal neue Kollegen und neue Bewohner kennenlernen angesagt. Die Bewohner kenne ich teilweise schon ein wenig, das ist ja aber auch irgendwie immer das kleinere Problem. Die Kollegen sind sehr unterschiedlich, das hab ich schon festgestellt. Mit manchen komme ich besser aus, mit manchen bin ich noch nicht so ganz warm geworden. Wie es eben so ist. Das war ja in der Einrichtung davor auch nicht anders. Erstmal eingewöhnen und dann dauerts vielleicht noch etwas bis man sich an die unterschiedlichen Charaktere gewöhnt hat und weiß, wie man am besten wen anspricht und so weiter. So richtig wen, bei dem ich mich schon sicher genug für Blödsinn machen und so fühle, gibt es aber bisher noch nicht. Und vielleicht trägt das gerade so ein bisschen zu meinem Verlorenheitsgefühl bei.
Dazu kommt der Fruchtbarkeitsblues, verschiedene Erledigungen, die ich schon eine Weile vor mir herschiebe und die mich doch einholen, sowie wie immer meine Wohnung und die Nichtexistenz eines Jemanden. Eines Misters. Surprise, surprise.
Ich hab schon festgestellt, dass das Wort Fruchtbarkeitsblues scheinbar noch nicht verwendet wird. Zumindest hat Google dazu keine Ergebnisse. Man könnte es auch PMS nennen, aber Fruchtbarkeitsblues finde ich irgendwie schöner. Ich bin schmusig, hab aber niemanden zum Schmusen. Das macht mich übellaunig. Ich bekomme metaphorische Kotzanfälle bei Kitschmusik oder -filmen, liebe sie aber dennoch und geb mir auch immer wieder ne Packung Kitsch. Da kommt es schon mal vor, dass ich auf der Arbeit stehe, gerade Leerlauf habe, ein James-Blunt-Lied im Radio kommt und ich mir tatsächliche Tränen verdrücken muss. Ich fühle mich dicker, obwohl ich nicht wirklich viel in letzter Zeit zugelegt hab. Ich passe dennoch in kaum eine Hose mehr. Das macht mich...hm...ich fühle mich schlecht. Belassen wir es mal dabei.
Verloren. Hm.
Mein Schlafrhythmus ist komplett verschoben. Ich muss erst nachmittags arbeiten, das heißt ich gehe meistens erst so um diese Uhrzeit schlafen. Dann stehe ich kurz bevor ich zur Arbeit muss auf. Dann gehe ich arbeiten. Dann gehe ich entweder noch aus oder gammel daheim. Dabei habe ich aber zur Zeit leider das Gefühl verloren zu gehen. Ich kanns gerade nicht anders beschreiben.
Ich hör mal weiter Kitschmusik. Wenn man alleine schläft, sieht niemand die Tränen.
Oh Gott, klang das jetzt selbstmitleidig. Tschuldigung.

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