So viel zum Blogneustart..
Hallo erstmal. Ich habe mich dazu entschlossen, ein paar alte Texte hier zu veröffentlichen. Sie kommen aus Zeiten, die nicht so rosig liefen und ich find sie eigentlich ziemlich poetisch, auch wenn es um schlechte Gedanken geht. Aber das tut es auch nicht bei allen.
"da bin ich also. noch wach, obwohl ich schon schlafen sollte. gedanken wälzend. mal was neues. liebe ich l. wirklich? ich kann noch gar nicht fassen, dass mir das im gespräch mit v. rausgerutscht ist. und jetzt frage ich mich, ob es stimmt. ich fürchte, so weit hab ich noch nie gedacht bei l.. klar ich mag ihn sehr, ich finde ihn attraktiv, ich würde ihn unglaublich gern küssen usw. ich könnte mir vorstellen, mit ihm zusammen zu sein. kein konjunktiv. ich kann es und ich tue es. aber ich bin, glaub ich, noch nie so weit gegangen und hab für mich geklärt, ob ich ihn so richtig tief liebe, also nicht nur flirty oder verknallt oder sowas. hm. aber da stellt sich mir die frage, wie sehr kann ich ihn denn schon lieben, wenn ich ihn immer noch nicht genau kenne? aber das ist ja immer so. vielleicht liebe ich dann einfach den l. wie ich ihn gerade kenne. ich hab allerdings das gefühl, ihn ziemlich gut zu kennen meistens. aber ich hab auch nicht das gefühl, dass er sich so "einfach" öffnet andern gegenüber. wenns tiefsinnig wird, kommen von ihm nur andeutungen oder hypothesen. ob sich das ändern würde, wenn wir zusammen wären? oder ob sich das ändern sollte, bevor wir eventuell zusammen kämen? soll ich ihn doch mal ansprechen oder es lassen? betrunken oder nüchtern? reden oder einfach küssen? ach man xD verdammtes kompliziertes ding." - 04.07.2014 um 4:22 Uhr
- Anmerkung: Okay, der war jetzt nicht so poetisch. Geklärt ist es inzwischen auch. Nüchtern bei einem Gespräch btw ;) -
"es ist wieder soweit. es wiederholt sich und bestätigt mir meine vermutung, dass ich noch genau der selbe mensch bin wie vor einem jahr. dass diese gedanken nur über den sommer untergetaucht sind. im pool baden gewesen mit cocktail. im urlaub. und nun ist es wieder winter und sie stehen wieder breit grinsend vor der tür. ich habe sie lange nicht gesehen und auch meist nicht sehr gemocht, wenn sie da waren, aber es fühlt sich richtig an, die alten bekannten wieder reinzulassen. der fuß steht sowieso schon in der schwelle als ich öffne, um zu sehen, wer da klingeln mag um so eine späte uhrzeit. jetzt wohnen sie wieder bei mir. und ich bekomme sie nur zum ausgehen, wenn ich meinen kopf ausstellen kann. sie lieben meinen kopf. und mein kopf fühlt sich wie trunken von so viel aufmerksamkeit. schön, dass sich jemand um ihn kümmert. wo das enden wird, weiß er, aber das stört ihn nicht. er ist wie ein trockener alkoholiker, der nach monaten abstinenz den geschmack von seinem suchtmittel wieder auf den lieppen schmeckt. zu schwach, nein zu sagen. also hallo, liebe freunde, schön, dass ihr da seid. ich weiß, ihr wollt bei mir bleiben bis dass der tod uns scheide. denn genau das ist euer ziel, nicht wahr? ich weiß es, ihr wisst es. aber das ändert nichts. also bleibt noch eine weile, dann weiß ich wenigstens, ich bin noch da. und wenn es zu schlimm wird, erlöst mich. ihr seid mein goldener schuss, ihr goldigen." - zuletzt geändert: 13.11.2014 um 18:59 Uhr
"ich fühle mich hoffnungslos. ich will weg. und damit meine ich nicht unbedingt hier aus dem zi. ich meine weit weg. von allen verpflichtungen. und wenn das heißt, mich umzubringen, werde ich diese möglichkeit nicht ausschließen. wird auch schwer, wenn ich auf jeder brücke kurz überlege, ob die höhe und der strom des flusses darunter ausreichen würden für einen schnellen tod. die letzte reise. im fluss. irgendwie poetisch. und die gedanken lassen sich wieder schwerer verdrängen. und mir gehen die argumente aus. die, die zurückbleiben...ich glaube, nein, ich bin mir sicher, das würde meine mutter brechen. es würde h. in ungeahnte tiefe verfrachten und ich kann es nicht einschätzen, wie weit sowas bei beiden reparierbar ist. bei allen andern würde es zu trauer führen. wie tief vermag ich jeweils nicht einzuschätzen. ich weiß aber nicht, inwiefern mich das am ende zurückhält, wenn die panik wieder kommt. und sie kommt. wie immer. wie gerade wieder. ich fühle mich nicht als würde mich hier irgendetwas halten außer der sorge um mein umfeld. am boden halten. sowohl im flug als auch im fall. ich habe ein schlechtes gewissen den ärzten hier gegenüber, das macht es nicht besser. weil ich sie bloßgestellt habe, weil ich ihn vor den kopf gestoßen habe. ich habe panik allein beim gedanken an die praxisanleitungen. an gedanken an gespräche, die kommen werden. ich will mich frei bewegen können, brauche aber gleichzeitig sicherheit und regeln. ich komme mit meinen widersprüchen in mir selbst nicht zurecht. alles ist so anstrengend um mich herum. ich schaffe es nicht einmal mehr, die fassade anderen gegenüber aufrecht zu erhalten. ich habe angst vor freitag, weil ich weiß, was ich von s. will. manchmal zumindest. ich brauche sicherheit. einen roten faden, an dem ich mich festhalten kann. in den ich mich manchmal einfach einspinnen kann. um mich zu schützen. um mich geborgen zu fühlen. ich kann ihm andererseits keine sicherheit geben. dass ich lebe. mehr kann ich eigentlich nicht nicht versprechen. das leben ist nunmal etwas großes. dieser eine punkt wiegt so schwer, dass ich es verstehen kann, wenn er davor zurückschreckt. rechne schon damit. ich will auch niemandem eine last auferlegen. denn das bin ich nunmal. eine last. also warum nicht die last über bord schmeißen, damit das schiff nicht untergeht?" - 28.01.2015 umd 23:12 Uhr
- Anmerkung: Aus S. und mir wurde nichts ernsthafteres, aber das hatte andere Gründe. -
"ich weiß, ich hab es schon zu oft gesagt wahrscheinlich, aber alkohol senkt ja bekanntlich die hemmschwelle undso xD ich mag dich echt gern und das ist mein voller ernst! ich mag es, dir zuzuhören, egal was du erzählst. ich mag es, dich zu beobachten, wenn du serien nachmachst :D ich mag dich in so ziemlich allen situationen, in denen ich dich bisher erlabt habe. und ich mag es besonders, dass du auch etwas durchgeknallt bist :D ich mag dich im gesamtpaket. so." - 08.02.2015 um 1:01 Uhr
- Anmerkung: Das gehört eigentlich fast nicht hier rein. Ich habs aber auf meinem Handy in den Notizen gefunden und fands eigentlich ganz hübsch, auch wenns nicht geklappt hat. -
"es überkommt mich immer öfter. irrationale angst. kraftlosigkeit. und es begleitet mich sowohl auf die arbeit als auch in die schule. so wie jetzt. und mein erhoffter anker wurde gezogen. ich weiß nicht, was mit s. jetzt ist. ich war mir sicher. aber jetzt fängt der boden auf dem ich stehe an zu wackeln und ich verliere den halt. ich rutsche ab und habe keinen rettungsanker. ich weiß, dass ich damit viel verantwortung verteile, aber ich brauche klare verhältnisse. wenn er etwas lockeres will, dann muss ich das wissen. ich muss wissen, worauf ich mich einstellen kann, worauf ich mich verlassen kann, was ich erwarten kann. sonst falle ich auf die nase. und wenn der boden sich öffnet , dann endet das tödlich. die ersten großen risse sehe ich schon. und zwar von oben, denn ich befinde mich nicht immer in mir. ich entfliehe mir. warum sollten die anderen dann nicht auch fliehen, wenn ich schon verschwinde und mich zurücklasse? der käptain verlässt das sinkende schiff. die passagiere sollten sich anschließen. klingt einleuchtend." - 03.03.2015 um 13:48 Uhr
Diese ganzen Notizen hab ich auf meinem Handy gespeichert. Das Posten hier erlaubt mir, sie dort zu löschen. Ein Päckchen weniger, dass ich täglich mit mir trage.
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